Pissarides, Loss of job skill during unemployment
Menyhart, 9351508
1. Welche Fragestellung behandelt der Artikel?
Wenn die arbeitslosen Arbeiter ihre Fachkenntnisse währen ihrer Unbeschäftigung verlieren, können die Effekte eines zeitweiligen Beschäftigungschocks lange fortbestehen.
Was ist mit Persistenz gemeint?
Wenn die Abweichungen reeler ökonomischer Agregate vom Trend seriell correliert sind.
Welcher externe Effekt von Arbeitslosigkeit fuehrt zu einem „duennen" Arbeitsmarkt?
In der Zeit wenn die Arbeiter arbeitslos sind vergessen sie ihre Fachkenntnisse oder diese werden veraltet und somit auch die Arbeiter für den zukünftigen Arbeitsmarkt unattraktiv.
Welche Wechselwirkung besteht zwischen einem duennen Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit?
Positive proportionale Beziehung, d.h. je dünner der Arbeitsmarkt desto größer die Arbeitslosigkeit (weil ja die Arbeitskräfte niedrigeren "human capital" haben und nicht mehr so begehrt werden).
Welche Rolle spielen multiple Gleichgewichte?
Wegen den Persistenzmechanismen kann sich aufgrund eines Schocks unter Vorraussetzung starker externalitäten (thin market externalities) ein niedriger gelegtes (vom employment her) Gleichgewicht bilden. Diese sind möglich auch bei konstanten Produktionserträgen und passenden/geeigneten Technologien.
2. Wie modelliert Pissarides Arbeiter, Jobs und Jobvermittlung (matching)?
Er unterscheidet zwischen 2 überlappenden Generationen von Arbeitern: short-term unemployed entrants und long-term unemployed entrants, wobei jede gruppe aus L Arbeitern besteht. Die erste Generation, junge und alte vorher beschäftige Arbeiter produzieren 2 Einheiten an Output. Die zweite, alte und vorher unbeschäftigte Arbeiter produzieren 2*y Einheiten an Output wobei das y zwischen 0 und 1 definiert ist. Unbeschäftigte produzieren nichts. Wenn y kleiner 1 ist verlieren die Arbeiter einige ihrer Fachkenntnisse während der Arbeitslosigkeit.
Anzahl von Stellen (jobs) ist endogen. Wahrscheinlichkeit, daß ein Arbeiter eine Stelle zum Zeitpunkt t findet ist qt. Löhne werden durch eine statische Nash bargain bestimmt. Jobvermittlung ist durch die Funktion Xt=min|x(Jt,2*L),Jt,2*L| gegeben.
Erlaeutern Sie Produktivitaet und Entlohnung der Arbeiter!
Wenn sich die Firma und der Arbeiter nicht einigen, entsteht kein Arbeitsverhältniss und der Arbeiter bleibt unbeschäftigt. Die Auszahlungen aus diesem Zustand wären null, weshalb nach der Nash Lohn-regel alle Jobvermittlungen zu produktiven Jobs führen.
3. Interpretieren Sie die durch Gleichung (1) beschriebene Vermittlungstechnologie (matching technology)!
Kann gemaess dieser Technologie immer die kuerzere Seite des Arbeitsmarkts ihre Plaene realisieren?
Berechnen Sie die Vermittlungswahrscheinlichkeit fuer Arbeiter (Beschaeftigungsrate) und Jobs!
Was bedeuten konstante Skalenertraege?
4. Berechnen Sie den erwarteten Gewinn einer Unternehmung, die einen Job anbietet!
Unter welcher Bedingung werden Jobs angeboten? (Ist Bedingung (5) korrekt?)
Leiten Sie das Jobangebot (die Arbeitsnachfrage) (7) aus dem Gewinnmaximierungskalkuel der Unternehmungen her und interpretieren Sie es!
5. Wie ergibt sich aus dem Jobangebot die Differenzengleichung (9) in qt? Welche Gestalt hat
diese Gleichung unter der Annahme qt<1? Wieso folgt
daraus (abgesehen von den Sonderfaellen y=0 und
y=1) dqt/dqt-1>0 und somit Persistenz? (Hinweis:
Eulers Theorem!)
6. Bestimmen Sie die allgemeine Loesung der
Differenzengleichung fuer den Sonderfall einer Cobb-
Douglas-Vermittlungstechnologie mit alpha=1/2!
(Hinweis: Verwenden Sie anstelle der beiden
Koeffizienten in Gleichung (14) zwei Hilfsvariablen!)
Existiert fuer alle Werte der Parameter a, k und y ein
stationaeres Gleichgewicht?
7. Wodurch kommt in der Gleichung (14) die Persistenz
in qt zum Ausdruck? Inwiefern liegt Persistenz nicht
vor, wenn Vollbeschaeftigung ein stationaeres
Gleichgewicht bildet?
8. Interpretieren Sie die Figuren I und II! Erlaeutern Sie
die Existenz, Eindeutigkeit und Stabilitaet stationaerer
Gleichgewichte! Unter welchen Umstaenden und in
welchem Sinn kann ein UEbergang von einem
Gleichgewicht zu einem anderen stattfinden?
9. Wieso kann die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden, von der Dauer der Arbeitslosigkeit abhaengen?
Je länger der Arbeiter arbeitslos ist desto mehr Fachkenntnisse die er besitzt werden veraltet oder vergessen. Dies wird oft mit „human-capital depreciation" bezeichnet und führt zu einem duennen Arbeitsmarkt.
Wie modelliert Pissarides abnehmende Suchintensitaet der Arbeitslosen?
Die Suchintensität der Arbeiter nimmt ab, weil je länger die Arbeitslosen keine Arbeit finden umso höher wird auch die Wahrscheinlichkeit, daß diese nie mehr den Arbeitslosenstand verlassen werden.
10. Zeigen Sie, dass bei konstanter Jobanzahl ein
Cobweb-Zyklus entsteht (Figur III)? Wieso spricht
Pissarides in diesem Fall von einer perversen
Dynamik? Welche Ergebnisse stellen sich ein, wenn
die Jobanzahl von der Quantitaet oder Qualitaet des
Arbeitsangebots abhaengt?